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Beerensträucher pflanzen

16.04.2004
Heute kamen Beerensträucher von Manfred Hans, die ich bei ebay ersteigert habe. Sie zeichnen sich durch eine sehr gute Qualität aus und Manfred Hans zieht sie so naturnah wie möglich auf. Chemie kommt - wenn überhaupt - als letzte Möglichkeit in Betracht.

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Ich möchte hier beschreiben, wie ich die Beerensträucher pflanze. Nachdem die Pflanzen angekommen sind, werden sie sofort von Kartonage und Folie befreit. Stellen Sie die Pflanzen an einen schattigen hellen Ort. Dort sollten sie sich ca. eine Woche lang akklimatisieren können. Das Gießen nicht vergessen. Auch das Einsprühen der Blätter mit Wasser kommt den Pflanzen zugute.

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Stellenweise kommen die Pflanzen im blühendem Stadium an. Dies können Sie hier schön erkennen. Hier sehen Sie die Nordische Zitrone.
Nachfolgende Beschreibung ist von Manfred Hans:
Diese interessante neue Obstart wurde in Lettland gezüchtet und auf Grund Ihres hohen Vitamin C Gehaltes nordische Zitrone genannt. Die Sorte steht unter Züchterschutz und darf deshalb nicht selbst weitervermehrt werden. Die Cido liebt einen feuchten Standort, nur Staunässe sollte vermieden werden. Der Boden kann sandig, lehmig sein und darf auch schwachsauer bis kalkhaltig sein. Ein vollsonniger Standort ist günstig. Die Endhöhe beträgt ca 150 cm, daher ist sie auch für den kleinen Vorgarten gut geeignet. Im Mai/Juni zieren die orangeroten Blüten und im Herbst die Früchte. Geerntet wird vor den ersten Nachfrösten.

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Bei kühler Lagerung können die reifen Früchte bis zu 3 Monaten gelagert werden. Aus den Früchten läßt sich Marmelade, Gelee oder Saft herstellen. Zum Rohgenuß sind sie nicht geeignet. Die Pflege der Sträucher ist einfach. Geschnitten werden braucht überhaupt nicht. Sie wachsen recht langsam. Im Laufe der Jahre kann man an der Basis ganze Triebe entfernen und neues Holz nachziehen. Junges Holz bringt immer qualitätsmäßig gute Früchte. Die Sträucher sind dornenlos. Die Cido ist selbstfruchtbar, es reicht also ein Strauch.

 

Wählen Sie zum Pflanzen nach Maria Thun die Pflanzzeit für Frucht. Auch wirkt sich ein bewölkter Tag positiv auf die Pflanzen aus. Dadurch leiden die Blätter nicht so stark.

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Mit dem Spaten heben Sie ein Rechteck mit einer Tiefe von ca. 25 cm aus. Die Breite entspricht der Größe des Spatens.

 

Hier sieht man den Größenvergleich.

 

Wenn Sie wie ich den Strauch in den Rasen setzen, sollten Sie mit einer Grabgabel den Rasen um das Pflanzloch herum durchlüften. Stechen Sie dazu die Zinken der Grabgabel ganz in den Boden. Machen Sie das selbe auch im Pflanzloch.

 

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Nun wird das Pflanzloch befüllt. Die erste Lage besteht aus verrottendem Kompost.

 

Dann kommt eine Lage Mutterboden. Drücken Sie diese etwas an.

 

Nachdem Sie die Pflanze aus dem Pflanzbehälter genommen haben, setzen Sie sie mittig in das Pflanzloch. Es ist nicht nötig die Wurzeln zu schneiden oder den Wurzelballen zu lockern. Die meisten Beerensträucher können tiefer gesetzt werden, als sie im Pflanzgefäß waren. 3 bis 5 cm sind ein gutes Maß. Der Spaten markiert die Rasenoberkannte.

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Die weiteren Hohlräume werden mit einem Gemisch aus Kompost und Muttererde befüllt und fest angetreten. Mit einem Bambusstock kann man den Strauch fixieren. Ganz wichtig: Die nächsten 10 Tage sollten Sie regelmäßig gießen.

 

Hier sehen Sie die Nordische Zitrone ein paar Tage später. Ich würde Ihnen empfehlen, die nächsten 4 bis 6 Wochen auf eine Mulchdecke zu verzichten. Dadurch gewährleisten Sie eine gute Durchlüftung des Bodens und des Wurzelballens. Auch ist es nicht nötig, in der Anfangszeit zu düngen.

 

Hier sehen Sie die Apfelbeere Viking. Beschreibung von Manfred Hans:
Apfelbeere gehören zu den weniger bekannten Wildobstarten. Ihre Heimat ist Nordamerika, züchterisch bearbeitet wurden Sie vor allem in Rußland, Schweden und Kanada. Die Sorte Viking wurde für die Beerenproduktion gezüchtet und zeichnet sich durch große, tiefschwarze Früchte aus. Sie stehen in kleinen Dolden und reifen gleichmäßig. Der Anbau ist unkompliziert, da die Ansprüche an Boden und Klima gering sind. Selbst in Höhenlagen ist der Anbau noch möglich. Durch die späte Blüte im Juni gibt es keine Ausfälle durch Frost. Apfelbeeren sind dadurch jährliche Dauerträger.
Die Früchte können für alle üblichen Verwertungsarten genutzt werden.

Der Saft färbt sehr stark und wird in der Lebensmittelindustrie zum färben von Milchprodukten genommen. Wie viele Wildgehölze braucht die Apfelbeere nicht geschnitten zu werden. Nach vielen Standjahren kann man gelegentlich auslichten, d. h. altes Holz an der Basis entfernen und Jungtriebe nachziehen.

 

Hier sehen Sie die Schwarze Honigbeere. Beschreibung von Manfred Hans:
Die schwarze Honigbeere ist eine in Deutschland kaum bekannte Obstart. Bei der schwarzen Honigbeere handelt es sich um einen Strauch, der der Stachelbeere ähnlich ist. Die Endhöhe liegt bei etwa 2 Metern und auch der Durchmesser. Die Früchte sind vom Aussehen der Jostabeere ähnlich. Es handelt sich aber um keine Kreuzung von dieser. Auch sind die Früchte geschmacklich viel besser. Sie sind blauschwarz und von einem lieblichen honigartigen Aroma. Man kann sie reif am Strauch noch einige Wochen nachreifen lassen und das Aroma wird dabei immer besser. Sie schmecken roh sehr gut, können aber auch verarbeitet werden. Der Strauch selbst ist anspruchslos und völlig winterhart. Durch die sehr späte Blütezeit im Juni ist es gar nicht frostgefährdet und deshalb ein jährlicher Massenträger.

Schnittmaßnahmen sind nicht notwendig, lediglich nach Jahren sollte altes Holz an der Basis entfernt werden und durch Jungtriebe ersetzt werden. Die Ernte beginnt im August und kann sich über Wochen hinziehen, wenn man das wünscht. Nach Erhalt kann sofort am entgültigen Standort ausgepflanzt werden. Mulchen der Pflanzscheibe mit organischem Material wie Rasenschnitt, Torfmull, Laub oder verrottetem Stalldüng sind für die schwarze Honigbeere sehr günstig. Sie ist selbstfruchtbar, sodaß eine Pflanze genügt.
Texte mit freundlicher Genehmigung von Manfred Hans.

 

 

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