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Dezember 2005
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15.12.2005 Eigentlich gibt es im Dezember ja nicht viel zu berichten, außer vielleicht, dass mich das Thema Schnecken weiterhin verfolgt, wie eine Meute hungriger Wölfe.Der Chinakohl hat sehr gelitten, obwohl ich versucht habe, die Schnecken in den Griff zu bekommen.
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Hier am Winterblumenkohl kann man die imensen Schäden erkennen. Ich weiß wirklich nicht mehr, woher die alle kommen. Ich hoffe, dass dies kein Zeichen für das Gartenjahr 2006 ist. Kein Winter und kein Frost ist in Sicht.
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Um so mehr freut es mich, das der Schwarzkohl gut gewachsen ist. Er kommt demnächst in eine Gemüsesuppe mit kräftigem Speck. Als wir vor kurzem Feldsalat gemacht haben, fand Britta eine kleine grüne Raupe im Salat. Und das fast Ende Dezember.
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Limoncello selber machen
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Zum Abschluss wollen wir Ihnen ein Rezept von meiner Tante aus Italien vorstellen. Es ist ein Zitronenschnaps namens Limoncello Bei Magenverstimmung, beginnender Erkältung leistet er gute Dienste. Auch wenn man gesund ist schmeckt er lecker. :-)) Dazu brauchen wir: 1 kg Bio-Zitronen, 1 Liter 90 bis 95 %igen Alkohol (es kann auch Korn sein, er hat allerdings einen Eigengeschmack), 1 Liter Wasser und 1 kg Zucker.
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Die Zitronen werden so geschält, dass das Weiße an der Frucht bleibt und nicht an der Schale. Die weiße Haut enthält Bitterstoffe.
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Die Zitronenschalen in einen Schnellkoch- topf oder in ein verschließbares Gefäss geben.
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Wir kaufen unseren Alkohol in Italien. Dort gibt es ihn im Supermarkt. Bei uns in Deutschland erhält man ihn nur in der Apotheke und muss ihn teuer bezahlen.
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Jetzt den Alkohol zu den Zitronenschalen geben und darauf achten, das sie mit Alkohol bedeckt sind. Der Topf bleibt 10 Tage an einem ruhigen Plätzchen stehen.
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Nach 10 Tagen füllen Sie 1 Liter Wasser in einen Topf, geben den Zucker dazu und erwärmen dies etwas, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
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Das sieht dann so aus.
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Nun ist der Alkoholauszug fertig.
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Den Alkohol durch ein Sieb gießen, um die Zitronenschalen zu entfernen.
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Wie auf dem Bild zu erkennen ist, sind die Schalen ausgelaugt und verhärtet.
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Nachdem Sie die Wasser-Zucker-Lösung zu dem Alkohol gegeben haben, ist der Limoncello nun fertigt. Mehrmaliges kräftiges Durchrühren ist wichtig, damit sich die Zutaten gut vermischen.
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Jetzt in Flaschen abfüllen und genießen. Der Limoncello gewinnt noch mehr an Geschmack, wenn man ihn länger stehen läßt. Man kann ihn gekühlt oder bei Zimmertemperatur trinken.
Prost!!!
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Ich möchte hier noch die Gelegenheit nutzen, um Ihnen ein paar Dinge zu schreiben. Dieses Jahr haben wir es tatsächlich geschafft, unser eigenes Saatgut zu vermehren. Dies bedeutet, das wir bis auf ein paar Kohlsorten kein Saatgut kaufen müssen. Das erfüllt mich mit Stolz, da es ein kleines Stück Autarkheit bedeutet. Ich hatte mir die Samengewinnung komplizierter vorgestellt. Aber mit ein bisschen gutem Willen ist dies zu schaffen. Im Zeitalter der Gentechnik wird dies ein immer wichtigerer Faktor, da man den Saatgutherstellern in den meisten Fällen nicht mehr trauen kann. Viele von ihnen forschen in der Gentechnik. Saatgut erhalten bedeutet für mich auch Kultur pflegen und Landschaft erhalten, wobei mir auffällt, dass in letzter Zeit immer mehr seltenes Saatgut auftaucht. Manchmal frage ich mich, wie kommt man an dieses Saatgut? Schleichen z.B. nachts durch sibirische Dörfer schwarz gekleidete Gestalten und stehlen alten Bäuerinnen ihr letztes Saatgut? Überall liest man: Ich habe diese oder jene alte Sorte angebaut. Wobei ich mir denke, dass der Blick für das Wesentliche, nämlich das Gärtnern um sich selbst zu versorgen, gänzlich verloren geht. Natürlich ist es wichtig altes und vor allem seltenes Saatgut zu erhalten. Dies soll hier nicht zur Diskussion stehen. Was ich kritisiere ist die Modeerscheinung “seltenes Saatgut”. Wenn etwas zur Mode wird, verliert dies an Inhalten.
Früher hat man geprahlt, wer den größten Kürbis hat, die schönsten Kirschen oder die längsten Karotten. Heute hat es sich gewandelt in: Ich habe diese seltene Sorte oder habe dieses Saatgut getauscht. Auch ich habe mich von dieser “Modeerscheinung mitziehen lassen”. Deshalb möchte ich für das Jahr 2006 ein Motto ausrufen:
Lassen Sie uns gemeinsam gärtnern, um uns gesund zu ernähren und unsere eigenen Sorten und Vielfalten zu erhalten.
Wir wünschen allen Lesern des Gartentagebuches ein ruhiges Fest und einen guten Start ins Jahr 2006. Auch möchten wir uns ganz herzlich für die vielen E-Mails und die Einträge ins Gästebuch bedanken.
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weiter mit Vorwort 2006
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