Januar 2005
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Willkommen im Gartenjahr 2005

Hier sehen Sie die Zucchini, von der wir Samen gewinnen wollen. Sie soll ja weich werden um den Samen zu entfernen. Ich kann Ihnen hier sagen, dass sie immer noch hart ist, das ich damit einen Holzpfahl in die Erde klopfen kann.

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12.01.2005
Man soll es nicht für möglich halten, der angeblich kälteste Monat im Jahr bringt es doch locker auf 13 Grad. Hier sehen Sie unseren Mangold. Er ist schon handhoch gewachsen und könnte gegessen werden. Die Medien berichten über volle Straßencafès und Biergärten und wie schön und toll das Wetter doch ist. Ich denke aber etwas anders darüber. Falls wir demnächst keine klaren Trennungen bei den Jahreszeiten haben, wie wird es dann in der Natur aussehen? Schädlinge wie auch Pilzkrankheiten breiten sich bei solchen Temperaturen aus. Nicht nur das die Pflanzen wie auch die Menschen durch die springenden Temperaturen in Streß geraten, nein auch das Wasser-Boden- Verhältnis ändert sich dadurch. Somit wird das Gärtnern wie auch die Landwirtschaft schwieriger. Sie glauben gar nicht wie viel Schnecken ich im Januar in unserem Garten gesehen habe. Von Normalität kann man hier nicht mehr sprechen.

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Nach monatelangem Trocknen haben wir nun die Samen aus den Broccolischoten raus gebrochen.

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Dies geht sehr leicht, wenn die Schoten zwischen den Handflächen hin und her gerieben werden. Hier sehen Sie die geöffneten Schoten mit den Samenkörper.

Wir sollten uns jetzt Gedanken darüber machen, was wir aussäen, welche Kartoffeln wir pflanzen möchten etc. Einfach wie wir unseren Garten gestalten möchten.

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Immer und immer wieder höre ich: Dein Garten ist zu aufgeräumt, dein Garten ist zu unordentlich, bei dir wächst nur Unkraut usw. Um ein Verständnis für die Natur zu erlangen, sollte man auch versuchen Verständnis für anders denkende Gärtner aufzubringen. Es ist das gleiche wie: Der Bio-Bauer ist gut, der konventionelle Bauer ist schlecht. Diese “Kämpfe” helfen nicht, sondern verhärten Fronten und schaffen Grenzen. Die Rücksichtnahme untereinander wäre hier von Nöten. Ich möchte noch anmerken, dass es in der Natur eine klare Ordnung gibt. Diese wiederholt sich jedes Jahr und macht ein Gärtnern (Landwirtschaft) erst möglich. In dem Moment, wo ich den Boden bearbeite und Saat einbringe mache ich mir die Erde Untertan. Dies sollten wir uns öfters mal vor Augen führen.

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Leider haben wir einen Verlust im Gartenteich zu beklagen. Unser fast 9 Jahre alter Koi ist am 17.01.2005 verstorben. Da ich keine äußeren Verletzungen feststellen konnte vermute ich stark, dass die stark schwankenden Temperaturen (Wasser ist einer der größten Temperaturspeicher der Erde) Schuld an seinem Tod waren. Ein Winterschlaf war wohl nicht möglich.

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