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März 2008 März 01 März 02 März 03
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Tomaten veredeln
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Hier möchte ich Ihnen zeigen ich wie man Tomaten veredelt. Tomaten können durch Veredelung leistungsstärker und widerstandsfähiger werden. “Bei einer Kultur von zwei oder mehr Trieben können leicht doppelte Erträge erreicht werden.” Wir wollen mal sehen ob das auch in der Praxis so zutrifft.
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Man braucht dazu: Veredelungsunterlagen, die man im Handel bekommt oder man nimmt verschiedene eigene Tomatensorten mit unterschiedlichen Eigenschaften (Es sind alle Tomatensorten dazu geeignet), Veredelungsklammern (Clipse) und eine Rasierklinge. Ich wollte auf einer Wildtomate veredeln die in meinen Veredlungsset mit dabei war. Da aber von den 10 Wildtomatensamen nur 2 angegangen sind, veredele ich hier zwei verschiedene Tomatensorten miteinander.
1. Säen Sie die Unterlage - auf ihr soll veredelt werden - 4-5 Tage früher, als die andere Tomatensorte.
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2. Hier sehen Sie links die Unterlage und rechts die zu veredelnde Sorte. Die Unterlage ist etwas dicker als die zu veredelnde Sorte. Dies ist von Vorteil, da die Kontaktfläche dann größer ist.
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3. Wenn die Pflanzen eine Höhe von 8 bis 12 cm haben und einen Durchmesser von 3 bis 4 mm haben können wir loslegen.
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4. Achten Sie auf saubere Hände und eine einwandfreie Rasierklinge. Schneiden Sie nun kurz unter dem ersten Blattansatz die Unterlage ab. Versuchen Sie einen waagerechten Schnitt durchzuführen.
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5. Schneiden Sie jetzt die zu veredelnde Sorte ab. Hier setzen Sie den Schnitt ca. 2 cm tiefer unter den ersten Blattansatz an.
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6. Stecken Sie nun die Klemme bis zu Hälfte auf die Unterlage und schieben von oben die zu veredelnde Sorte bis auf die Schnittfläche drauf. Die Klemme kann man wie eine Wäscheklammer mit den Fingern öffnen, was das Handling stark vereinfacht. Die Schnittflächen müssen sauber sein und sich berühren. Siehe Bild rechts.
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7. Sprühen Sie nun vorsichtig mit einer Sprühflasche (Sprühnebel fein einstellen) die Pflanze nass.
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8. Stecken Sie drei Schachlikspieße oder Holzstöckchen in die Erde. Stülpen Sie nun eine saubere Gefriertüte vorsichtig darüber. Achten Sie bitte darauf, dass die Tüte die Pflanze nicht berührt.
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9. Mit einem Gummiring wird die Tüte am Pflanztopf fixiert. Dies dient dazu, eine Art Mikroklima zu schaffen. So verdunstet sehr wenig Feuchtigkeit und die Wärme, die in der Tüte entsteht, fördert das Zusammenwachsen. Sie können natürlich auch ein Minigewächshaus dafür nehmen.
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10. Stellen Sie die Pflanze nun an einen sonnigen aber nicht zu heißen Platz. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen erschütterungsfrei stehen. 8 Tage lassen wir die Pflanze unter der Tüte. Nach ca. nochmals 8 Tagen kann die Tomate normal weiterbehandelt werden.
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11. Nach 8 Tagen entfernen wir die Tüte. Hier kann man gut die hohe Luftfeuchtigkeit erkennen.
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12. Die Pflanze wird die ersten Tage was die Blätter hängen lassen. Sie muss sich erst an die neue Umgebungsluft anpassen.
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13. Drücken Sie nun auf die Klemme um sie zu öffnen und ziehen Sie sie dann vorsichtig nach unten hin heraus.
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14. Hier kann man gut die zusammengewachsenen Schnittstellen erkennen.
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15. Stellen Sie die Tomaten an einen hellen sonnigen Platz aber nicht zu heiß. Befeuchten Sie die Pflanzenblätter öfters am Tag, damit ihr die Anpassung leichter fällt. Mit einen Zahnstocher oder ähnlichen stützen wir sie noch ab. Das passiert nur aus Vorsicht, damit sie aus versehen bei Zugluft oder wenn man dran stößt nicht abknickt.
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Die ganze Veredlung sollte nur im Haus oder einen beheizten Gewächshaus gemacht werden. Es bieten sich die Monate März/April an das es da auch noch nicht so heiß ist. Achten Sie immer darauf dass die Pflanzen nicht zu lange in der Sonne stehen.
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16. Nach ein paar Wochen sieht die Schnittstelle so aus. Die beiden Pflanzen sind sehr gut miteinander verwachsen und die Schnittstelle gut verheilt.
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17. Sie entwickeln sich prächtig. Im Moment werden sie im Freien Stück für Stück abgehärtet.
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18. Die Pflanzen sind jetzt groß genug und werden heute in Pflanztöpfe nach draußen gestellt. Achten Sie darauf (siehe weißes Stöckchen links im Bild), das die Veredelungsstelle nicht unter der Erde ist.
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19. Bis jetzt sind wir sehr zufrieden mit dem Wachstum der Pflanzen.
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20. Die erste Ernte der veredelten Tomatenpflanzen. Es waren wunderbare Früchte mit sehr guten Geschmack.
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21. Die zwei Pflanzen brachten gute Erträge. Was auffiel war, dass beide Tomatenpflanzen keine Zeichen von Krankheiten hatten, wobei alle nicht veredelten Pflanzen verschiedenartigste Symptome zeigten.
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22. Die Früchte waren im Prinzip eine Kombination beider Pflanzen. Wer Lust und Zeit hat sollte das Veredeln einfach mal probieren.
Hiermit endet unser Bericht über das Veredeln.
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Hier sehen Sie eine Verredelungsklemme.
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Die abgeschnittenen Tomatenspitzen nicht wegwerfen.
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Wir setzen sie in ein kleines Glas mit Wasser und wenn sie Wurzeln bilden pflanzen wir sie wieder in Töpfe.
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Nach ca. 6-8 Tagen kann man schon die ersten Ansätze von Wurzeln erkennen. Jetzt können wir sie aus dem Wasser nehmen und einpflanzen.
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Wir setzten sie bis zu den Blattachsen in den Erde und halten die nächsten Tage die Erde feucht. Aus ihnen werden ganz normale Tomatenpflanzen.
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weiter mit April 2008
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