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Mai 2005 Mai 01

 

Als ich im Januar schrieb: Sie glauben gar nicht wie viel Schnecken ich im Januar in unserem Garten gesehen habe, ahnte ich nicht, was Schreckliches auf mich zukam. Eine Schneckeninvasion, wie ich sie bis dato noch nicht erlebt habe. Auf diesem Bild sehen Sie die abgeflämmte erste Buschbohnen-Aussaat. Sie ist so oft von Schnecken angefressen worden, dass eine Ernte sowieso nicht möglich gewesen wäre.

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So paßte ich die Schnecken einen Morgen ab, als sie wieder auf meinen Bohnenpflanzen saßen. In allen Größen, Formen und Farben. Manche so klein wie ein Stecknadelkopf. Ich flämmte die Aussaat komplett ab.
Seit nunmehr 4 Wochen bin ich jeden Abend von ca. 21:45 Uhr bis 22:30 Uhr im Garten und jage Schnecken. Ich durchsteche die Schnecken mit einer Spachtel und lasse sie an Ort und Stelle liegen, um bewußt andere Schnecken anzulocken. Sie fressen lieber ihre toten Artgenossen als Grünzeug. Dies habe ich schon herausgefunden. Die Hauptzeit der Schnecken bewegt sich zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens. Temperaturen um 12 Grad aufwärts mit einem leichten Tau oder Nieselregen verstärken ihre Aktivitäten. Auch habe ich beobachtet, dass Harkarbeiten bei feuchten Böden die Tiere förmlich beflügelt. Was mir bis heute noch nicht klar ist, ist warum einige Schnecken der selben Sorte zerstörtes oder verwelktes Blattwerk fressen und andere wiederum sich nur über gesunde Pflanzen hermachen. Wenn Sie sie nicht erstechen können dann sammeln Sie sie in einen Eimer.
Nicht nur auf dem Acker haben die Schnecken erheblichen Schaden angerichtet, sondern auch an meinen Tomaten- und Auberginenpflanzen. Kluge Leute sagen: Viele Schnecken treten nur auf, wenn das biologische Gleichgewicht im Boden nicht stimmt. Dies sehe ich als Unsinn an. Vielmehr ist es doch so, wenn die Auswahl an Sorten groß ist, haben auch viele Schnecken was zum fressen. Die Schnecken müssen sich doch wie im Paradies vorkommen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die Schnecken fraßen auch die Zwiebeln und öffneten so der Zwiebelfliege Tür und Tor. Jetzt habe ich auch noch damit zu kämpfen. Weiterhin schlage ich mich mit Massen von Erdflöhen rum und auch die Blattläuse haben sich eingefunden. Mein komplettes Aufgebot an Reservepflanzen ist auch schon weg. Langsam frage ich mich, hat das alles noch mit natürlichem Gärtnern zu tun?

Hier meine Tipps:
Dies gilt nur für starkes Aufkommen von Schnecken: Mulchen Sie nicht Ihre Gemüsebete. Legen Sie Bretter und umgedrehte Tontöpfe auf den Acker, um die Schnecken morgens davon einzusammeln. Vermeiden Sie nach starken Regenfällen die Auflockerung des Bodens. Mischkulturen sind zu befürworten, haben bei mir aber keine Wirkung gezeigt. Stetiges Absammeln führt bei konsequenter Handlungsweise zum Erfolg. Vor Aussaaten von z.B. Busch- oder Stangenbohnen ist ein mehrmaliges Abflämmen des Bodens zu empfehlen. Keine Sorge, die Bodenlebewesen die zerstört werden, finden sich nach kurzer Zeit wieder ein. Und noch etwas ist mir aufgefallen: Saatgut, was tiefer im Boden ist als üblich, wird nicht von Schnecken so schnell befallen als Saatgut, was oberflächlich leicht bedeckt ist. Es könnte damit zusammen hängen, dass der Keimling andere Kräfte aufbringen muss um aus dem Boden zu kommen.

 

17.05.2005
Hier sehen Sie meinen “Grabhügel”. Er besteht aus Stallmist und meinen eigenen Gartenabfällen.

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Ich habe ihn mit verschiedenen Gurken, Tomaten, Zucchini u. Kürbissen bepflanzt. Im übrigen meine erste Zucchinipflanze wurde auch Opfer von Schnecken.

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Da die Nächte immer noch kalt waren und teilweise mit starkem Regen habe ich mich entschlossen, dem Hügel ein Dach zu geben. Mittlerweise sind auch hier 2 Gurken eingegangen. Reserve habe ich keine mehr.

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Da ich letztes Jahr das Maissaatgut selber gewonnen habe, habe ich eine Boden- probe mit der Aussaat genommen. Hier kann man schön erkennen, wie der Keim- ling sich aus dem Maiskorn entwickelt.

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22.05.2005
Da das Wetter und die Temperatur nicht richtigt mitspielt, habe ich im kalten Wasser Stangenbohnen über Nacht eingeweicht.

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So sehen die Bohnen am nächsten Tag aus. Sie keimen dadurch schneller und man kann so einiges an “verlorener Zeit” wieder aufholen.

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Als Seelenpflaster hat Britta mir zwei Artischockenpflanzen gekauft. Davor habe ich Schwarzkohlpflänzchen gesetzt. Diese Sorte baut meine Mutter schon seit Jahrzehnten an.

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Hier sieht man Aussaaten von Romanasalat und die erste Reihe von oben ist Weißkohl und Brokkoli.

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Hier sehen Sie eine Selleriepflanze vom letzten Jahr. Sie bleibt stehen, um Saatgut davon zu gewinnen.

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Das ist ein Winterblumenkohl. Auch von diesem möchte ich Samen gewinnen.

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Die Harkarbeiten und Teespritzungen an alle Pflanzen nach dem Hagel und langsam steigenden Temperaturen zeigen Wirkung. Die Kartoffeln haben sich prächtig erholt.

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weiter mit Juni 2005

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