Birnengitterrost, Birnenpockenmilbe, Blattläuse, Blütenendfäule, Brennfleckenkrankheit, Bohnenkäfer, Drahtwurm, Larve/Raupe, Erdflöhe, Kleiner Frostspanner, Knoblauchrost, Knollennassfäule, Kohlweißling, Kraut und Braunfäule, Löcher in Kartoffelblättern, Rebenpockenmilbe, Schnittlauchrost, Schwarzbeinigkeit, Tomaten- u. Gurken Blüten, Verwelkte Erdbeerpflanzen, Zwiebelfliege,

Blattläuse
Um der Plage ein wenig Herr zu werden fülle ich eine 2 Liter-Sprühflasche mit heißem Wasser, stelle einen scharfen Wasserstrahl ein und “schieße” die Blattläuse förmlich von den Blättern. Achtung: Tomatenblätter reagieren sehr empfindlich darauf und zeigen nach der Behandlung braune Flecken. Ich empfehle daher, die Blattläuse mit den Fingern vorsichtig zu zerreiben. Wenn Sie dies 3 Tage in Folge wiederholen gibt es eigentlich keine Probleme mehr. Den Rest machen die Marienkäfer und deren Larven.

Hier noch verschiedene Aufnahmen einer Blattlauskolonie.

Falls Sie mit heißen/kalten Wasser und Spülmittel keinen Erfolg haben probieren Sie mal Brennesseljauche zu sprühen. Diese sollte aber leicht verdünnt angewendet werden.

Oder Sie setzten eine Neemlösung ein. Bei wiederkehrendem Befall täglich anwenden.
10 ml Neemöl
5 ml Rimulgan
mit 2 Liter Wasser vermischen.

Birnengitterrost
Es ist eine Pilzkrankheit die auf den Blattoberseiten anfängt und später auch auf der Unterseite des Blattes zu sehen ist. Junge Birnbäume können davon “zerstört” werden. Bei älteren Bäumen ist meist eine Bekämpfung nicht notwendig. Der Pilz kommt vom Wacholder und wird über Sporen verteilt. Ich habe selber schon verschiedene Spritzungen mit Pflanzentees probiert aber es half nicht. Man sollte bei jüngeren Bäumen mit einem Präparat sprühen. Man findet sie im Fachhandel. Befallene Blätter sollten man schnell entfernen und über den Hausmüll entsorgen.

Hier sieht man den beginnenden Birnengitterrost. Schwarze Punkte auf den Blättern zeigen den Befall an.
Sie können z.B. mit Neudo-Vital Obst- Pilzschutz von der Fa. Neudorff spritzen. Dieses Pflanzenstärkungsmittel aus natürlichen Fettsäuren und Pflanzenextrakten bin ich gerade am testen. So wie es aussieht, hat es den Befall dieses Jahr gestoppt. Leider habe ich zu spät angefangen zu spritzen, was zur Folge hatte, dass der Baum alle Blüten abgeworfen hat.

Birnenpockenmilbe
Kurz vor dem Austrieb sind an den Blättern kleine Pocken zu sehen. Siehe Bild. Bei kleineren Bäumen und geringen Befall, können die befallende Blätter abgeschnitten werden und werden dann über den Hausmüll entsorgt. Man kann mit Schwefelpräperaten spritzen oder mit Neem. Das sollte immer kurz vorm Austreiben und ca. 2 Wochen danach geschehen. Hier haben wir aber noch keine langjährige Erfahrungen sammeln können.


Wenn die Pocken dann braun/schwarz werden versuchen die Milben dann auf junge frische Blätter zu wandern um sich weitere zu ernähren. Siehe Bild.


Krautfäule
Die Kraut/Braunfäule an Tomaten/Kartoffeln wird durch einen Pilz verursacht. Dieser Pilz kann an Saatkartoffeln überwintern und dann, wenn sie ausgepflanzt werden die Kartoffelpflanze wieder befallen. Pilzsporen werden dann vom Wind verbreitet und können Tomatenpflanzen befallen. Vor allen dann wenn es sehr feucht ist, dann haften die Sporen gut an den Blätter. Man sollte befallen Blätter sofort entfernen. Sorgen Sie dafür das die Pflanzen gut durchlüftet sind und trocken stehen. Vermeiden Sie direkte nähe zu Kartoffeln. Kühle Temperaturen verschlimmern das noch, so das die Pflanzen sich nicht richtig gegen den Pilz wehren können.

Brennfleckenkrankheit an Bohnen
Die Brennfleckenkrankheit kann Bohnen, Erbsen und Gurken befallen. Es ist eine Pilzkrankheit. Befallene Pflanzen sollten Sie sofort entfernen und verbrennen. Wenn dies nicht möglich ist, geben Sie sie in den Hausmüll. Oft kommt diese Krankheit durch häufige Beregnung der Blätter und Früchte. Vorsorglich helfen Spritzungen mit Schachtelhalmtee, nicht zu dichte Pflanzungen und Stellen im Garten wählen, wo die Pflanzen schnell abtrocknen können (Wind/Sonne).

Hier an Erbsen.
Von befallenen Pflanzen sollte kein Sattgut gewonnen werden. Zum Teil kann man aber Erbsen noch ernten, wenn sie spät befallen wurden und die Schoten nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen sind.
Hier sieht man kleine rotbraune Flecken auf den Blättern, die später auch die Hülsen befallen.


Drahtwurm Befall bei einer Kartoffel
Die Larven der Drahtwürmer können erhebliche Schäden an Kulturpflanzen hervorrufen. Sie lieben förmlich Kartoffeln und werden auch von diesen angelockt. Ich meine bei mir im Garten beobachtet zu haben, das wenn man nicht richtig verrotteten Kompost einsetzt den Befall fördert. Leider weiß ich kein Mittel um dagegen vorzugehen. Hält sich der Befall aber niedrig, kann man damit gut leben.

Erdflöhe
Erdflöhe lieben die Trockenheit. Was sie gar nicht mögen ist, wenn der Boden öfters geharkt wird und leicht feucht bleibt. Ich konnte sie nur durch zerreiben an den Tomatenblätter im Zaum halten. Auch hilft immer wieder öfters das schütteln der Pflanze das sie dadurch immer wieder gestört werden. Sie verstecken sich öfters auf den Unterseiten der Blätter.


Löcher in Kartoffelblättern,
kommen meistens von den Erdflöhen.

Eigentlich muss man dagegen nichts unternehmen, weil gesunde Kartoffelpflanzen damit gut zurecht kommen. Meistens hilft es schon, wenn es zwei Tage geregnet hat, denn sie mögen keine Feuchtigkeit.

Falls sie doch überhand nehmen, hilft ein Einstäuben mit Holzasche oder Steinmehl. Auch ein leichtes Absprühen mit Wasser, was mehrmals die Woche gemacht werden sollte, kann sie vertreiben.

Knoblauchrost
Dies ist ein Pilz, der auf Pflanzen - sprich Blätter oder Knollen - überwintern kann. Ich empfehle im Folgejahr an selber Stelle keine Zwiebeln, Porree, Knoblauch zu pflanzen. Falls die Stelle klein sein sollte, kann man über ein Abflämmen des Bodens nachdenken. Auch ein kalken des Bodens mag helfen. Das befallene Kraut nicht in den Kompost geben. Entweder verbrennen, oder in den Hausmüll damit. In schlimmen Fällen kann dieser Pilz auch Ernten vernichten. Was ganz wichtig ist:
Die gewonnenen Knollen sollten nicht zum Wiederauspflanzen genommen werden.

Kohlweißling
Man kann seine Kulturen am besten mit einem Gemüseschutznetz vor Befall schützen. Oder Sie nutzen Mischkulturen. Aber auch hier brachte es bei mir nicht den gewünschten Erfolg. Der Kohlweißling ließ sich nicht täuschen durch die anderen Pflanzen. Man kann es auch mit zerrupften Weihrauchblättern probieren, die man einfach zwischen die Kohlpflanzen auf den Acker wirft.

Natürlich hat er nach dem Foto wieder seine Freiheit bekommen.

Zwiebelfliege
Die Zwiebelfliege legt ab April/Mai ihre Eier an der Zwiebel oder Lauchplanze ab. Daraus schlüpfen die Maden die sich durch die Pflänzchen fressen. Mischkulturen zeigten bei mir keine Wirkung. Man kann seine Kulturen mit einem Gemüseschutznetz vor Befall schützen, oder mit Niemöl besprühen. Ich habe dazu 10 ml Niemöl mit 3 ml Rimulgan (Emulgator, macht Öle wasserlöslich) plus 4 Tropfen Teebaumöl gemischt. Diese habe ich dann mit 2,5 Liter lauwarmen Wasser gemischt. Mit einer Sprühflasche habe ich die Schalotten/Zwiebeln einmal die Woche, 4 Wochen lang, besprüht, und zwar den Boden wie auch die Pflanze selber. Der Befall ging ganz zurück.

Kleiner Frostspanner
Nach Beginn des Austriebs der Bäume und Sträucher fressen die Raupen an den jungen Blättern und Trieben. Das kann bis Anfang Juni gehen. Der Schädling ist nicht zu unterschätzen, da er in Massen ganze Obstbaumplantagen “leer fressen” kann. Die Bäume treiben zwar wieder aus, aber es gibt keine Früchte in dem Jahr.

Man kann den Frostspanner bei kleinen Obstbäumen und Sträuchern absammeln. Es helfen auch Leimringe, die man im Herbst an Baumstamm und Stützpfahl anbringt. So hindert man das Weibchen daran den Stamm hoch zu krabbeln und ihre Eier abzulegen. Oder Sie spritzen z.B. mit einem Neempräperat.
Ich mische mir folgendes dafür:
20 ml Neemöl
5 ml Rimulgan
2 Tropfen Teebaumöl
mit 2 Liter Wasser vermischen.
4 Wochen lang einmal die Woche sprühen.
Die Zutaten können Sie z.B. bei Spinnrad bekommen.

Die Rebenpockenmilbe
befällt die Weintraubenblätter vorwiegend im Frühjahr. Sie überwintert in den “Knospen” oder auf dem Rebstock selber. Bei geringem Befall hilft ein Abschneiden der befallenen Blätter. Entsorgen Sie sie im Hausmüll und nicht im Kompost. Sie können auch hier mit Neemöl im Frühjahr, kurz vor dem Austrieb, einmal wöchentlich 4 Wochen lang sprühen.
Ich mische mir folgendes dafür:
10 ml Neemöl
5 ml Rimulgan
mit 1 Liter Wasser vermischen.

Pockenartige Erhebungen auf der Blattoberseite des Weintraubenblattes.

Weiße Flecken auf der Unterseite des Weintraubenblattes.

Es sieht auch wie Pilbzbefall, sind aber die Geflechte der Rebenpockenmilbe.

Hier sehen Sie das Endstadium.

Eigenartige Larve/Raupe
Falls Sie diese Larven in ihrem Garten haben, können Sie sich freuen. Es ist kein Schädling, sondern die Larve des Marienkäfers. Sie frißt unter anderem die Blattläuse auf.

Daraus entwickelt sich dann wieder ein Marienkäfer.

Ausgewachsener Marienkäfer.

Verwelkte Erdbeerpflanzen
Es trifft junge wie auch alte Pflanzen im selben Beet. Früchte und Blätter vertrocknen und die Pflanze stirbt ab.

Die Wurzelballen sind trocken und lösen sich sehr leicht aus der Erde. Ich vermute, dass ein Pilz dafür verantwortlich ist.
Gegenmaßnahmen: Alle Pflanzen entfernen,
Erdbeerfeld im Sommer umgraben, mit Kompost und Asche versorgen und im Herbst dann neue Pflanzen einbringen. Wenn möglich eine andere Sorte nehmen.


Tomaten- u. Gurkenblüten werden gelb
Tomatenblüten wie auch Gurkenblüten werden gelb und fallen ab. Wie auch Zucchini, die vom Blütenansatz her anfangen gelb zu werden und dann faulen. Ich weiß bis heute nicht woran es liegt. Außer am Boden kann es nicht liegen, da ich Pflanzen habe die gesund bleiben und andere die daneben stehen und gelb werden. Die Ursachen könnten in den starken Temperaturunterschieden zu suchen sein. Nicht nur die Tagestemperatur spielt hier eine Rolle, sondern auch die Nachttemperatur. Ich habe schon Tomatenpflanzen gehabt wo der erste Blütenstand abfiel und der zweite gesunde große Tomaten hervorbrachte.

Hier eine faulende Zucchini.

Blütenendfäule
Die Früchte der Tomaten färben sich an der Spitze braun bis schwarz, es kann auch die Paprika treffen. Man schreibt unter anderem: “Es läge am Mangel von Kalzium”. Leider kann ich das so nicht bestätigen, den es trat bei mir nur auf bei starken Temperaturschwankung. Es wurden nur 2-3 Früchte krank und nie die ganze Tomatenpflanze. Was ja eigentlich sein müsste wenn die Aufnahme von Kalzium gestört wäre. Zusätzlich Gaben von Kalzium bei mir, erbrachten keine Wirkung. Schneiden Sie die befallenden Früchte direkt ab wenn Sie es sehen.

Knollennassfäule
Die Knollennassfäule wird von Bakterien ausgelöst. Sie kann unter Umständen ganze Ernten, die eingelagert sind vernichten. Viel Regen in der Wachstumsphase und sehr hohe Temperaturunterschiede bei der Ernte und Lagerung, wie Transport begünstigen den Befall.

Die Kartoffeln werden breiig/matschig. Wenn man auf die Schale drückt kommt eine stinkende Flüssigkeit heraus. Der Geruch ist einfach widerlich und fällt sofort auf. Es ist sehr wichtig befallene Kartoffeln sofort von den anderen zu trennen. Kartoffeln die von kranken schon benetzt wurden sprich feuchte Stellen auf der Schale haben sollten sofort verarbeitet werden.

Gute Lüftung im Keller wie auch gleich bleibende kühle Temperaturen erschweren es den Bakterien. Es sollte auch vermieden werden das Kondensfeuchte bei der Lagerung entsteht. Wir haben im Jahr 2008 fast 50 % unsere Ernte durch diese Krankheit verloren. Befallene Kartoffeln auf keinen Fall in den Kompost geben.

Eine regelmäßige Prüfung der gelagerten Kartoffeln ist sehr wichtig.

Man schreibt auch darüber;”Die Bakterien gelangen meist über verletzte Stellen in die Kartoffeln.” Das können wir so nicht bestätigen, da unsere fast alle unverletzt waren.

Schwarzbeinigkeit
Die Kartoffelpflanze wird erst leicht gelb in den Blättern und der Stiel verfärbt sich schwarz. Die Pflanze stirbt dann ganz ab. Befallene Pflanzen können leicht aus dem Boden gezogen werden.
Es handelt sich um die Schwarzbeinigkeit, ein Bakterium verursacht diese Krankheit. Es ist das selbe Bakterium wie bei der Knollennassfäule.
So weit mir bekannt ist gibt es kein Mittel dagegen. Befallene Pflanzen sollte wenn möglich aus dem Bestand entfernt werden und in den Hausmüll gegeben werden. Stand 2010


Schnittlauchrost
Rostflecken am mehrjährigen Schnittlauch. Rot bis Orangefarbene Punkte/Pusteln auf den Halmen.

Hierbei handelt es sich um einen Pilzb. Ein ähnlicher Pilz, kann auch den Lauch/Porree befallen. Schneiden Sie den Schnittlauch so tief es geht über den Boden ab und entsorgen die Halme über den Hausmüll.
Anschließend kräftig mit Ackerschachtelhalmtee oder Auszug übergießen. Meistens treiben dann gesunde Halme, wieder aus.

Hier eine Makroaufnahme des Pilzes.



Bohnen-Samenkäferbefall
Der Bohnenkäfer oder Samenkäfer kann schwere Schäden in Saatgutbeständen anrichten.
Wir haben beobachtet, wenn man z.B. die Stangenbohnen so früh wie möglich sät und auch erntet und sie nach dem Trocken mit viel groben Pfeffer in Gläser füllt, sie nicht vom Bohnenkäfer befallen werden.


Befallene Bohnen müssen aussortiert werden. Sieben Sie die Bohnen vor der Lagerung mit einem groben Sieb gut durch, damit evt. versteckte Bohnenkäfer herausfallen.


Auch Bohnen mit Löchern sollten auf jeden Fall weggeworfen werden. Hier noch ein Link zu Wikipedia zu Thema Samenkäfer.

