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13.09.2003
Trotz starken nächtlichen Temperatureinbrüchen wachsen unsere Tomaten lustig weiter. Ich verrate Ihnen hier schon: Insgesamt haben wir schon 58 Kilo geerntet. Im Oktober gibt es eine Zusammenfassung darüber.

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Wer sagt, das Tomatensamen erfrieren? Hier sehen Sie Buschtomaten im Freiland, ohne das je eine Menschenhand an dieser Pflanze war. Es sind zwar kleine Tomaten dran, aber die werden wahrscheinlich nichts mehr. Der Samen ist durch den Kompost in die Erde gekommen. Interessant zu beobachten, wie die Pflanze wächst.

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Hier sehen Sie auch eine Tomatenpflanze. Sie ist aus dem Belüftungsschlitz des Komposter gewachsen. Obwohl es in dem Komposter nie regnet, habe ich von dieser Pflanze tatsächlich Tomaten geerntet. Und wieder kann ich sagen: Die Natur braucht uns nicht, wir aber die Natur.

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Kuriosum Nr. 3: Wissen Sie noch, ich wollte doch eine Tomatenpflanze wieder zurückzüchten. Gar nicht nötig. Meine Mutter hatte eine Tomatenpflanze in einem Topf, die nur in die Höhe wuchs. Ich habe ihr empfohlen, sie in die Erde zu pflanzen. Was dann passierte sehen Sie auf dem Bild. Der Zaun ist ca. 160 cm hoch. So hoch ist auch die Tomatenpflanze. Jedes rote Rechteck markiert Früchte oder Fruchtansätze. Die Tomatenpflanze ist nur einmal ausgegeizt worden. Da muss man sich wundern, wo die ganzen Früchte herkommen.

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Ökologische Nischen. Wieder ein Zauberwort. Auch in unserem Garten sind Nischen sehr wichtig. Ich zeige Ihnen hier einige aus unserem Garten. Die erste ist unter einem Tannenbaum. Eine Ansammlung von dünnen Ästen. Hier können sich viele verschiedene Insekten verstecken und wohlfühlen.

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Natürlich, ein Rasen sollte gemäht werden. Ich brauche ihn u.a. für meinen Kompost. Aber wie Sie sehen, lasse ich blühende Kleefelder stehen. Ich zitiere jetzt Chiara: “Papa dahinten aber nicht mähen. Dann haben die Bienen nichts mehr zu essen.”

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Die dritte Nische: Die Brennnessel-Unkraut-Ecke. Für Schmetterlinge und andere Insekten ein Rückzugsgebiet.

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Der Teich. Hier machen wir gar nichts und es ist ein Paradies. Jede Nische, die Sie in Ihrem Garten haben, erfüllt ihren Zweck und reflektiert gleichzeitig die Natur auf vielfältige Art und Weise. Probieren Sie es bitte aus. Dies geht nicht von heute auf morgen, aber Sie werden sich wundern, was sich in Ihrem Garten alles tut.

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Heute haben wir Weintrauben geerntet. Zwei Reben haben insgesamt 14 Kilo Trauben abgeworfen. Man kann sie zwar essen, aber es sind zu viele Kerne drin. Deshalb machen wir aus den Trauben Saft.

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Sie ahnen gar nicht, und wir bis dahin auch nicht, was auf uns zukam.

 

 

Die Trauben werden nur gewaschen und kommen so in den Entsaftertopf.

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Ich habe mich immer geärgert, das beim Mosten so viel Gutes übrig bleibt und habe überlegt, was man damit machen kann.

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Da viel mir ein, wir können den Rest durch den KitchenAid-Entsafter jagen. Ja, ja, der Fabio und seine Ideen.

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Hier sehen Sie den Mostrest, der nach ca. 30 Minuten im Entsaftertopf übrig bleibt. Stengel, Fruchtfleisch und Kerne.

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Und hier sehen Sie das Ergebnis. Bis dahin war es ein langer, langer Weg. Die KitchenAid verstopfte oft durch die Kerne und es war eine “Schweinearbeit” sie wieder sauber zu machen. Aber ich gab nicht auf und so hatten wir dann einen Topf mit “Marmelade aus Mostresten”. Ich war überrascht, wie lecker das schmeckt. Wir haben es dann wie Marmelade eingekocht. Ohne Konfigel und ohne Zucker.

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Zusammenfassung: An diesem Samstag standen wir sage und schreibe 9 Stunden am Stück in der Küche. Wir haben 23 Flaschen Traubensaft abgefüllt und 19 Gläser “Marmelade” eingekocht.

 

weiter mit September 2003 04

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